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Suchtprävention

Landesfachausschuss für Suchtprävention

Junger Mann, suchend

(© crboe)

Zweifellos gehört es für junge Menschen in unserem Kulturkreis zu den wesentlichen Entwicklungsaufgaben, einen risikoarmen Umgang mit legalen Drogen zu erlernen. Dazu benötigen sie eine Reihe von allgemeinen Lebenskompetenzen. Inhalte von Suchtprävention sind daher insbesondere die Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, die Förderung von Empathie und kritischem Denken, die Vermittlung von Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten, die Entwicklung von  Problemlösungs- und Stressbewältigungsstrategien, das Erlernen des Umgangs mit Gefühlen sowie die Vermittlung von Faktenwissen (Gesundheitsförderung durch Lebenskompetenzprogramme in Deutschland, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln 2005).   

Eine erfolgreiche Suchtprävention setzt bereits im Vorfeld möglicher Suchterkrankungen ein und beschränkt sich dabei nicht mehr auf reine Wissensvermittlung, sondern legt den Schwerpunkt auf die Förderung personaler und sozialer Handlungskompetenzen. Ziel ist es,

  • den Einstieg in den Konsum legaler und illegaler Drogen hinauszuzögern oder zu vermeiden
  • riskantes Konsumverhalten frühzeitig zu erkennen, um angemessen intervenieren zu können und
  • die Verringerung von Missbrauch und Sucht.

Der Sächsische Landesfachausschuss zur Suchtprävention ist ein unabhängiges Beratungs- und Koordinierungsgremium zur Suchtprävention im Freistaat Sachsen, das sich aus Verantwortlichen und Akteuren der Suchtprävention auf Landesebene und aus Vertretern der Landesministerien, Behörden und landesweit tätigen Vereinen und Fachstellen zusammensetzt. Eine wesentliche Aufgabe des Landesfachausschusses bildet die Beratung und Begleitung aller mit Suchtprävention befassten Institutionen, insbesondere durch

  • Unterstützung bei der Erarbeitung von Situationsanalysen zur Suchtprävention
  • Unterstützung bei der Erarbeitung einer allgemeinen Strategie der Suchtprävention im Freistaat Sachsen
  • Koordinierung der suchtpräventiven Angebote und Aktivitäten
  • Beratung bei der Entwicklung von Fortbildungs- und Informationsmaterial, Projekten und Veranstaltungen sowie über Möglichkeiten zur gemeinsamen landesweiten
    Umsetzung von Maßnahmen im suchtpräventiven Bereich.

Den Vorsitz hat Herr Uwe Majewski von der Aktion Jugendschutz Sachsen e. V.übernommen.

Mehr zu den beteiligten Institutionen, Verbänden und Vereine erfahren Sie unter dem Menüpunkt "Mitglieder".

Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2019

Durch den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Holger Münch und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), wurde am 8. September 2020 das „Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität 2019“ der Öffentlichkeit vorgestellt. 

In diesem Bericht wird schnell sichtbar, dass die Anzahl der Delikte im Zusammenhang mit illegalen Drogen gegenüber dem Jahr 2018 weiter angestiegen ist. Erstaunlich ist auch die Feststellung, dass es wohl offensichtlich trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen zu keinen größeren Veränderungen beim Konsum und bei der Verfügbarkeit gekommen ist. Vielmehr wurde dadurch der Handel mit den Drogen im Internet (mittels Darknet) weiter intensiviert.  

Der größte Anstieg bei Delikten mit illegalen Drogen wurde im Zusammenhang mit Kokain verzeichnet. So musste hier ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von +9,8 % festgestellt werden. Des Weiteren sind im letzten Jahr 31 illegale Rauschgiftlabore sichergestellt worden, was einem Anstieg um +63,2 % gegenüber dem Jahr 2018 entspricht. Ein stetiger Rückgang konnte bei den Handelsdelikten mit Crystal seit 2015 registriert werden. So ist die Anzahl der diesbezüglichen Delikte von 2300 auf 1620 gesunken. 

Leider mussten auch 1398 Rauschgift-Todesfällen registriert werden, was einem Anstieg um +9,6 % entspricht.

21. Juli - Bundesweiter Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige

Seit nunmehr 22 Jahren wird am 21. Juli durch Eltern, Angehörige, Partner, Freunde, Kollegen und Bürger an die verstorbenen Drogenabhängige gedacht. In immer mehr Städten der Bundesrepublik hat sich dieser Gedenktag u. a. zu einem Aktions-und Präventionstag in Bezug auf illegale Drogen entwickelt. Die immer noch viel zu hohe Zahl an Drogentoten im Jahr (1.398 Menschen starben 2019 - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung vom 24. März 2020) unterstreichen das Erfordernis, alle Aktivitäten auf diesem Gebiet noch mehr zu intensivieren. Hierbei ist letztendlich die gesamte Gesellschaft gefordert, den betroffenen Menschen zu helfen und nicht den erhobenen Zeigefinger auf sie zu richten. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, betonte: „Die Entwicklung der vergangenen Jahre können wir auf keinen Fall hinnehmen! Wir sehen an den Zahlen klar, dass wir Leben nur dann retten können, wenn die Hilfsangebote vor Ort noch besser und vor allem lückenloser werden. Jeder soll die Möglichkeit auf ein gesünderes Leben haben. Deshalb brauchen wir dringend eine noch flächendeckendere Substitutionsversorgung. Es geht jetzt darum, Leben zu retten! Wir brauchen den gesellschaftlichen Konsens, dass Sucht eine schwere Krankheit ist und kein Ausgrenzungsgrund.“ In diesem Sinne sollte jeder Einzelne entsprechend seiner Möglichkeiten dazu beitragen, an dem gegenwärtigen Zustand etwas zu ändern. 

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