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Häusliche Gewalt

Bundesinvestitionsprogramm "Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" gestartet

Logo vom BMFSFJ

(© BMFSFJ)

Um Frauen besser vor Gewalt zu schützen, will der Bund in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt 120 Millionen Euro investieren. Der Runde Tisch von Bund, Ländern und Kommunen gegen Gewalt an Frauen hat über das Investitionsprogramm beraten.

Das heißt konkret, dass ab dem Jahr 2020 jährlich 30 Millionen Euro (verteilt nach Königsteiner Schlüssel, für Sachsen ca. 5 Mio Euro) für Investitionen zur Verfügung stehen, um vor Ort den Aus-, Um- und Neubau, die Sanierung und den Erwerb von Hilfseinrichtungen für von Gewalt betroffenen Frauen vorzunehmen. Dafür wird jedes Bundesland mit dem Bund eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnen, die administrative Umsetzung des Programms erfolgt über das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Weitere Informationen dazu erhalten auf dem Online Portal des Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

Fachtagung am 11. September 2019 - Hilfe gegen Gewalt in der ambulanten Pflege

Ein relativ dunkles Foto mit einem teilweise sichtbaren Rollstuhl samt lenkender Hand, darauf die Schrift: Hilfe gegen Gewalt in der Pflege e. V. Wir leisten Hilfe und verschaffen Gehör

(© Hilfe gegen Gewalt in der Pflege e.V)

Pflegende Angehörige sind zu 50 Prozent von psychischer Gewalt seitens der Pflegebedürftigen betroffen. Elf Prozent haben körperliche Gewalt wie grobes Anfassen oder Schlagen erlebt. Frauen sind in den Gewaltsituationen besonders involviert, als zu Pflegende und in ihrer kulturell verankerten Pflegeverpflichtung als Ausübende (Eggert u.a. 2018: Aggression und Gewalt in der informellen Pflege).

Die Fachtagung wird in Fachvorträgen und Workshops Hintergründe der Gewalt in der Pflege beleuchten und die notwendigen Eckpunkte für eine effektive Hilfe gegen Gewalt in der Pflege in Leipzig in allen Bereichen abstecken.

Anmeldungen sind bis zum 5. September 2019 möglich und begrenzt, daher ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung.

Lenkungsausschuss zur Bekämpfung häuslicher Gewalt

Titelbild häusliche Gewalt

(© iStock.com/sturti)

Häusliche Gewalt bezeichnet Gewalthandlungen zwischen erwachsenen Partnern, die in enger sozialer, insbesondere familiärer Beziehung zueinander stehen oder gestanden haben. Häusliche Gewalt hat dabei vielfältige Erscheinungsformen. Diese reichen von subtilen Formen der Gewaltausübung - durch Verhaltensweisen, welche die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Opfer ignorieren - über Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen sowie psychische, physische und sexuelle Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen und Tötungen.

Sie wird überwiegend von Männern gegenüber Frauen ausgeübt.  

Für Kinder und Jugendliche kann das Miterleben von häuslicher Gewalt zwischen ihren engen Bezugspersonen zu erheblichen Störungen ihrer emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung führen und somit Auswirkungen für ihr späteres Leben haben. Häusliche Gewalt wird daher von Fachkreisen als eine spezifische Form potentieller Kindeswohlgefährdung angesehen.   

Der gesellschaftliche Fokus auf die häusliche Gewalt hat sich verändert: Häusliche Gewalt wird nicht mehr als Privatsache angesehen, sondern von Polizei, Justiz, Gesundheitswesen und Verwaltung als ernste Herausforderung erkannt und entsprechend behandelt. Dazu bedarf es abgestimmter Interventions- und Präventionsstrategien zwischen den Professionen, begleitet durch ein leistungsfähiges Netzwerk von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche.

Zur Koordinierung dieses professionsübergreifenden Handlungsfeldes auf Landesebene wurde bereits 2003 auf der Grundlage eines Kabinettsbeschlusses der Lenkungsausschuss zur Bekämpfung häuslicher Gewalt gegründet, 2008 in den Landespräventionsrat integriert. Der Vorsitz des Lenkungsausschusses obliegt dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz/Fachbereich Gleichstellung. Eine Geschäftsordnung regelt die Zusammenarbeit der Ministerien mit den Nichtregierungsorganisationen.

Arbeitsgrundlage bildet der „Sächsische Landesaktionsplan zur Bekämpfung häuslicher Gewalt“, 2006, Fortschreibung 2013.

Zur Gewährleistung der erforderlichen Fachlichkeit arbeiten mehrere temporäre Unterarbeitsgruppen:

  • Polizeiliches Handeln
  • Justiz
  • Kinder und Jugendliche
  • Bedarfsplanung
  • Gesundheit und Gewalt

Mehr über beteiligte Institutionen, Verbände und Vereine finden Sie unter dem Menüpunkt "Mitglieder".

 

55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten auf dem Fachtag "Elternrolle trotz häuslicher Gewalt?"

Frau Köhler vom Landesfrauenrat im Podium, daneben Frau Köpping mit dem Grußwort

Susanne Köhler (Landesfrauenrat Sachsen e. V.) eröffnete den Fachtag, Petra Köpping MdL, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration sowie Schirmherrin des Fachtages hielt das Grußwort
(© Landesfrauenrat Sachsen e. V.)

Der Fachtag  - zum dritten Mal durchgeführt zum Thema „Elternrolle trotz häuslicher Gewalt?“ - diente erneut der Verbesserung der professionellen Arbeit im Rahmen von Sorge- und Umgangsverfahren im Kontext häuslicher Gewalt. Wissend um die strafrechtliche Seite wurden die Themen Täterrechte und Opferschutz, die Optionen der Gerichtshilfe sowie die psychosoziale Prozessbegleitung in den Fokus der gemeinsamen Betrachtung und des Erfahrungsaustausches gerückt.

Auch der viel diskutierte Einsatz von Polygrafentests in gerichtlichen Verfahren mit Bezug zu häuslicher Gewalt wurde in einem Fachdisput konstruktiv und engagiert beleuchtet.

Wissensdefizite konnten geschlossen, Verständnis für die Arbeitsweise der jeweiligen Professionen vertieft und  Netzwerke verstärkt werden. Dies kommt nicht nur dem Opfer zugute, sondern allen im Familienverband stehenden Personen.

Auch diesmal mussten Fragen offenbleiben, kamen neue interessante Fragen hinzu – die beste Option bereits für den nächsten Fachtag 2021!

Deckblatt des Veranstaltungsflyers mit Fachtag Elternrolle statt häusliche Gewalt

SAVE the DATE - 9. Mai 2019 im Businesspark Dresden

Elternrolle trotz häuslicher Gewalt? – Teil III – Blick auf strafrechtliche Belange

Nachdem im ersten Fachtag Vorträge zum Umgang nach häuslicher Gewalt aus rechtspsychologischer und gerichtlicher Sicht sowie aus Sicht der Verfahrensbeistände/-innen zu hören waren, wurden im zweiten Fachtag die Sachverständigen, das Jugendamt und die Beratungsstellen einbezogen. Im dritten Fachtag am 9. Mai wird vor allem der Blick auf strafrechtliche Belange gerichtet, die häufig wesentliche Auswirkung und Beeinflussung im familiengerichtlichen Verfahren darstellen.

Fachtagung - Mittendrin und doch ALLEIN?! - 10. September 2018

Anmeldungen sind bis spätestens 3. September 2018 per E-Mail an fachtag@fsh-dresden.de oder per Fax an die 0351 - 8567564 möglich.

In den meisten Fällen von Partnerschaftsgewalt leben Kinder und Jugendliche im Haushalt. Sie hören, sehen die Übergriffe und werden manchmal selbst Opfer der Gewalttaten. Dies hat auch massive Auswirkungen auf ihre Entwicklung und zählt als potentielle Kindswohlgefährdung.

Der Fachtag soll daher sensibilsieren und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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