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AG Frühkindliche und Schulische Prävention

zwei Jungs im Vordergrund des Bildes, streiten sich indem ein Junge den anderen in den sogenannten Schwitzkasten nimmt. Im hinteren Bereich des Bildes sitzen die Eltern teilnahmslos auf einer Parkbank.

Schule ist heute nicht mehr nur Lern-Ort, sondern auch Lebensraum für Schüler und Arbeitsort für Lehrer und andere Erwachsene. Schule ist der Ort, an dem junge Menschen gebildet und erzogen werden. In der Schule machen Kinder und Jugendliche wesentliche Sozialisationserfahrungen, erlernen Konflikt- und Streitkultur.  Schule ist somit ein Ort, an dem Persönlichkeitsbildung stattfindet. Schule vermittelt über das Lernwissen hinaus in einer Welt zunehmender Wertepluralisierungen verstärkt Regeln und Normen eines adäquaten gesellschaftlichen Miteinanders und trägt so ganz wesentlich zur Entwicklung individueller Lebensentwürfe bei. 

Bei der Erfüllung dieses komplexen und anspruchsvollen Auftrages ist die Institution Schule auf Partner angewiesen. Mit der Bildung der Arbeitsgruppe (AG) »Frühkindliche und Schulische Prävention« im LPR sollen Projekte und Aufgaben mit Präventionsbezügen koordiniert und vorhandene Ressourcen durch eine strukturierte Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner aus der Arbeits- und Fachebene zielführend eingesetzt werden. Neben der Polizei mit einem gesetzlichen Auftrag zur Gefahrenabwehr und hauptamtlich tätigen Präventionsfachkräften werden insbesondere die Träger von Schulsozialarbeit und andere Partner verstärkt integriert.

Über die Vermittlung präventiver Angebote für Schüler, Eltern und Lehrer und die Initiierung von ressortübergreifenden Präventionsthemen hinaus stehen die Sicherheit an und im Umfeld von Schulen sowie der Schutz vor Gewalt- und Bedrohungslagen im Fokus der Aufgabenstellung.

Den Vorsitz der AG hat Herr Matthias Böhme vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus  übernommen.

Zur Aktualisierung des im Jahr 2010 erarbeiteten  »Rahmenplans für sächsische Schulen zur Bewältigung von Bedrohungs- und Amoklagen« (RP-BAS) wurde im Jahr 2017 eine Unterarbeitsgruppe der Arbeitsgruppe »frühkindliche und schulische Prävention« eingerichtet. In der Unterarbeitsgruppe wirkten mit:

Der Rahmenplan konzentriert sich auf die Ereignisse Amoklauf/School Shooting, Geiselnahme sowie Bombendrohung/sonstige Drohungen. Er enthält Hinweise zur Bildung schulischer Krisenstäbe, zum Umgang mit Medien, zur Ereignisbewältigung und zu präventiven Maßnahmen. Kernstück des Rahmenplanes ist eine Checkliste zur Gewährleistung von Maßnahmen zur technischen und Verhaltensprävention. Ergänzt wird der Rahmenplan durch das Informationsmaterial des Landeskriminalamtes »Baulich-technische und personell-organisatorische Sicherungsempfehlungen«.

Bei der Überarbeitung wurden der inhaltliche und praktische Zusammenhang zum Arbeitsschutzmanagementsystem Schule (AManSys) und bisherige praktische Erfahrungen im Umgang mit dem RP-BAS beachtet. Im Zuge der Bearbeitung wurde der Rahmenplan in »Rahmenplan für sächsische Schulen zur Bewältigung von Bedrohungs- und allgemeinen Gefahrensituationen« (RP-BaG) umbenannt.

Der RP-BaG wurde als Broschüre allen Schulen, Schulträgern und Polizeidienststellen im Herbst 2017 zugesandt. Er ist im Schulportal unter der Rubrik »Arbeits- und Gesundheitsschutz« nur für Schulleitungen öffentlicher Schulen mit den Begleitschreiben für Schulleitungen und Schulträger eingestellt.

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