Dunkelfeldstudie vorgestellt
Ein zentrales Ergebnis: Ein Großteil der erlebten Gewalthandlungen in Deutschland wird nicht zur Anzeige gebracht – die Dunkelziffer bleibt hoch.
Eine aktuelle Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts (BKA) und des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) macht deutlich: Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationshintergrund sowie Menschen aus der queeren Community sind überdurchschnittlich häufig von Gewalt betroffen.
Am 10. Februar haben das BMBFSFJ und das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) die in Kooperation mit dem BKA entstandene Studie »Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)« vorgestellt.
Ein zentrales Ergebnis:
Ein Großteil der erlebten Gewalthandlungen in Deutschland wird nicht zur Anzeige gebracht – die Dunkelziffer bleibt hoch.
Bestätigt werden diese Erkenntnisse auch durch die in Sachsen durchgeführte Dunkelfeldstudie »VisSa« aus dem Jahr 2023. Ihren Ergebnissen zufolge verzichten viele Betroffene auf professionelle Unterstützung und darauf, eine Anzeige zu erstatten – unter anderem, weil entsprechende Hilfsangebote nicht ausreichend bekannt sind.
Ergänzend zur aktuellen BKA-Studie wurden im Zweiten Periodischen Sicherheitsbericht im Schwerpunkt-Kapitel 3.2 »Geschlechtsspezifische Kriminalität gegen Frauen und Hasskriminalität gegen LSBTTIQ« sachsenspezifische Daten ausgewertet. Die Ergebnisse beinhalten Angaben zu:
- Hellfeld (PKS, PMK, Justiz)
- Dunkelfeld (Befragungen, die vor LeSuBiA liefen)
- Maßnahmen (von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren)